• Allgemein

Niederlage kann Zuversicht nicht bremsen

Und hier der Bericht der Mainpost:

 

Die Tischtennismänner des SB Versbach haben ihre Saisonpremiere in der neu gegründeten dritten Liga verloren. Trotz guter Leistung unterlag das Team um die beiden ehemaligen Junioren-Europameister Andreas Ball und Benjamin Rösner vor rund 100 Zuschauern in der Pleichachtal-Halle den favorisierten Gästen des FSV Mainz 05 mit 3:6 – auch, weil in einigen Duellen schlicht das nötige Quäntchen Glück fehlte.

Vieles ist neu in dieser Spielzeit. Nicht nur, dass der Sportbund so hoch wie noch nie in seiner mittlerweile fast 70-jährigen Tischtennishistorie (die Abteilung war 1947 die erste in der Region) aufschlägt. Auch das Drumherum ist auf ein höheres Niveau gezogen: Gäste- und SB-Spieler werden vor der Partie samt Vita vorgestellt. Es gibt Einmarschmusik, Hallensprecher, Tischschiedsrichter. All das haben sie sich in Versbach verdient durch die kontinuierliche Aufbauarbeit der vergangenen Jahre. Und auch sportlich zeigte das nunmehr nur noch aus vier Spielern bestehende Team (in der Regionalliga waren es noch sechs), dass es mithalten kann. „Mit ein bisschen Glück wäre ein Punkt drin gewesen“, resümierte denn auch Versbachs Nummer eins, Andreas Ball, der sich im Auftakt-Doppel mit seinem Partner Daniel Geist nach einigen Kanten- und Netzbällen knapp und etwas unglücklich geschlagen geben musste. Geist jedoch trumpfte danach in seinen beiden Einzeln groß auf, versetzte die Fans immer wieder in Entzücken und riss sie zu einzelnen Jubelstürmen hin. „Überragend“, lobte Abteilungsleiter Hubert Uhl seine Nummer zwei und die Fans. „Die Stimmung war klasse.“

Und auch für den Rest des Teams, in dem der einzige Neue, Thomas Theismann, einen ordentlichen Einstand feierte und den dritten Versbacher Punkt beisteuerte, hatte Uhl trotz der Niederlage ein Kompliment parat: „Alle haben tolles Tischtennis gezeigt. Und von Thomas mit seiner Erfahrung werden wir noch sehr profitieren.“

Spannend und teils sehr eng waren die Duelle. Bis auf 2:3 konnte der SB zwischenzeitlich verkürzen. Am Ende freilich hatten die Gäste, von denen die meisten Spieler mindestens zweitligaerfahren sind, die Nase vorn. „Aber wir sind nicht untergegangen. Ich denke, alle Teams liegen in dieser Liga relativ eng beieinander. Nur wenige sind wohl unschlagbar. Wir haben aber auch gesehen, dass man immer ans Limit gehen muss“, resümierte Ball. Auch Theissmann verbreitete Optimismus: „Ich denke, dass wir uns schnell finden und dann auch punkten werden. In den Doppeln braucht das eben etwas.“

Dabei waren gerade die Doppel in den letzten Spielzeiten immer eine besondere Stärke der Versbacher. Meist gingen sie mit einer Führung in die Einzel – dieses Mal lag man 0:2 hinten. Und weil durch die Verkleinerung der Teams die Duelle weniger sind, schmerzt so etwas doppelt. „Trotzdem denke ich, dass die Art und Weise, wie wir gespielt und letztlich gerade in den Doppeln ja auch etwas unglücklich verloren haben, Hoffnung für die nächsten Spiele macht“, blickte Ball voraus.

Ohnehin habe man in diesem Auftaktspiel keinen Sieg einkalkuliert. „Wir mussten nicht punkten, haben uns akklimatisiert und an die kleinen Umstellungen gewöhnt. Jetzt sind wir endgültig bereit für den ersten Erfolg.“ Der soll am kommenden Samstag, ebenfalls vor heimischer Kulisse, gegen Wohlbach, das bei seiner Drittliga-Premiere Hilpoltstein klar mit 0:6 unterlag, eingefahren werden, so Uhl: „Wenn wir dann gewinnen, können wir schon ein wenig durchatmen.“

Das könnte auch interessant sein...